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Projekte: Wa(h)lkampf [Sozialkunde]
 
WA(H)LPLAKATE aus dem Landesmusikgymnasium?
 
Ja! Und die Flyer und Plakate werden landesweit an alle Gymnasien, Integrierten Gesamtschulen und Berufsschulen sowie in Jugendtreffs verteilt, um unter Jugendlichen für die Teilnahme an den Kommunalwahlen zu werben! Ein Riesenerfolg eines mutigen Projekts der Landeswahlleitung Rheinland-Pfalz und der beteiligten Schulen.

Als der Landeswahlleiter Jörg Berres im Sommer 2007 bei uns anfragte, ob wir zusammen mit dem Peter-Joerres-Gymnasium in Ahrweiler an einem Projekt zu den Kommunalwahlen 2009 teilnehmen wollten, ergriffen wir diese einmalige Gelegenheit gern, Lehrstoff in die Praxis umsetzen zu können. Der 12er Sozialkundekurs diskutierte mehrere Entwürfe und einigte sich dann auf den Slogan „Vom Aussterben bedroht: Kommunalwa(h)l“. Der Kurs aus Ahrweiler ging ähnlich vor.


Das Ergebnis mehrfachen Austausches zwischen den Beteiligten sowie professioneller grafischer Gestaltung wurde am 9. September in einer Pressekonferenz im Landtag in Mainz gleich von zwei Ministern vorgestellt, und zwar von Innenminister Karl Peter Bruch und Bildungs- und Jugendministerin Doris Ahnen.
 


"Das Projekt passt sehr gut zu den Bemühungen der Landesregierung, die Distanz zwischen Jugend und Politik zu verringern" erklärte Ministerin Ahnen bei der Vorstellung. Es sei ein weiterer Baustein, um junge Menschen an Politik heranzuführen.
 


“Die beiden Sozialkundekurse mussten theoretisch in das Wahlrecht einsteigen, sich mit der Frage beschäftigen, wie man Jungwählerinnen und Jungwähler motivieren kann, und sie hatten darüber hinaus die Chance, an der Lösung eines politischen Problems zu arbeiten. Das ist schon mehr als nur ein Schulprojekt.”

Das Ergebnis sei sehr gelungen, Erst-und Jungwähler würden in ihrer Sprache angesprochen. Politische Bildung gehöre zu den zentralen Aufgaben von Schule.
“Schülerinnen und Schüler sollen kennen lernen, wie man sich mit eigenen Aktivitäten so in die Gesellschaft einbringt, dass es dem Gemeinwesen nützt” so Ahnen.
 

“Es muss unser Ziel sein, den Trend sinkender Wahlbeteiligungen umzukehren” hob Minister Bruch die Bedeutung des Engagements der Schülerinnen und Schüler hervor. Im Jahr 2004 hätten nur noch knapp 58 Prozent der Wahlberechtigten ihre Stimmen zu den Kommunalwahlen abgegeben, vor allem die Wahlberechtigten im Alter zwischen 20 und 30 Jahren blieben den Urnen fern.
“Eine für die Menschen legitimierte Politik setzt aber eine breite Meinungsbildung und eine hohe Wahlbeteiligung voraus”. Der Innenminister und die Bildungsministerin bedankten sich bei den Schülerinnen und Schülern, bei den Kursleitern Ilmar Degen und Claus Peter Beuttenmüller sowie bei Landeswahlleiter Jörg Berres für deren Engagement. Es sei sehr wichtig, gerade bei jungen Menschen für die anstehenden Wahlen zu werben.
 
 
Ansicht: Wahl-Flyer (pdf)
Außer auf die allgemeine Werbung für die Teilnahme an Wahlen zielt das Projekt auch darauf ab, jungen Menschen gezielt Informationen über das recht komplexe Kommunalwahlsystem an die Hand zu geben. “Rund 230.000 junge Männer und Frauen, die nach der letzten Kommunalwahl 2004 ihr 18. Lebensjahr vollendet haben, können im nächsten Jahr erstmals die Zusammensetzung der Kommunalparlamente mitbestimmen” erklärte Landeswahlleiter Berres. “Dank der Kreativität der Schülerinnen und Schüler erhalten sie leicht verständlich in der Sprache junger Menschen anschauliche Informationen darüber, wie sie mit ihren Stimmen gezielt Einfluss nehmen können. Das motiviert hoffentlich dazu, sich mit den Vorschlagslisten auseinanderzusetzen und zur Wahl zu gehen, und vielleicht regt es auch junge Leute an, sich bei der nächsten Kommunalwahl selbst zur Wahl zu stellen.”
Die Plakate und Flyer sollen rund 260 Gymnasien, Integrierten Gesamtschulen und berufsbildenden Schulen zur Verfügung gestellt werden, an denen insgesamt fast 130.000 Schülerinnen und Schüler im Alter zwischen 18 und 21 Jahren unterrichtet werden. Im Frühjahr 2009 erhalten die Kommunen die Materialien zur Verteilung in den örtlichen Jugendtreffs.

Artikel der WZ vom 10.09.2008 (pdf)
mehr: www.wahlen.rlp.de
     
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